Am Donnerstag verließen wir dann die Küste und fuhren Richtung Osten ins Landesinnere. Die Straße, die ich bei einem Blick auf die Karte als die kürzere Strecke ermittelt hatte, entpuppte sich als schlängeliger Landweg, der sich durch die Berge wand und wir waren länger unterwegs als erwartet, aber wir hatten ja Zeit.[/i]
Deshalb folgten wir auch einem Wegweiser zum Damper Fall. Leider gab es keinerlei Kilometerangaben, dass wir (gefühlsmäßig) stundenlang durch die Walachei kurvten, bis wir am Beginn zum 20 minütigen Wanderweg zum Wasserfall angelangten. Also liefen wir mal wieder über Schafsweiden und kämpften uns auf einem schlammigen Pfad durch den Busch bis wir letztendlich einen Blick auf den Damper Fall hatten, bei welchem das Wasser 72 Meter an einer Felswand entlang in die Tiefe stürzt.
Auf unserer Weiterfahrt in Richtung Tongariro Nationalpark fuhren wir ein Stückchen auf dem Forgotten World Highway entlang, eine Art Naturerbestraße, die sehr abgelgen ist, aber durch wunderschöne grüne Hügel führt. Den Tongariro Nationalpark mit seinen schneebedeckten Bergen sahen wir uns nur aus der Ferne an und fuhren weiter am Lake Taupo entlang nach Taupo. Auch hier im Hostel war die Diensthabende wieder sehr freundlich und hilfreich und stattete uns mit einem Plan aus und Empfehlungen für unsere Nachmittagsgestaltung.
Zuerst fuhren wir zu den Huka Falls. Dort wird der Waikato River durch eine Felsschlucht gepresst und als Resultat gibt es ganz viel aufgeschäumtes Wasser, und zwar über 200.000 Liter pro Sekunde. Ein interessanter Anblick und ganz anders als der Wasserfall, den wir am Morgen gesehen haben. Dann ging es ins Honey Hive, einem Honig-Centre. Dort gibt es alle möglichen Honigprodukte zu kaufen und man kann verschiedenste Honigarten verkosten, was wir taten. Es war ganz interessant mal den direkten Vergleich zwischen den Honigsorten zu haben und von sehr süß bis bitter oder auch nach Medizin schmeckend war alles dabei. Anschließend ging es zum Hot Stream, einem heißen Bach. Dort gab es auch eine Badestelle und wir setzten uns mitten in der Natur in einen heißen Bach. Auf der einen Seite floss über einen Miniwasserfall dass heiße Wasser zu und auf der anderen Seite wieder ab. Wir waren begeistert. Ein paar Meter weiter fließt dieser Bach in den Waikato River und dort befindet sich die etwas populärere Badestelle und es waren ein paar mehr Badegäste zugegen. Das interessante dort ist, dass der heiße Bach in den kalten Fluss fließt und man ein regelrechtes Wechselbad erlebt, wenn kalte und heiße Wasserströme am Körper entlangfließen.
Gut gebadet ließen wir den Abend bei Sonnenuntergang am Taupo See natürlich bei einem Waikato Draught (dem Regionalbier in Waikato, unserer alten Heimat) ausklingen.