Olé Olé, Football is coming home, “Die Welt zu Gast beim Weltmeister” war die Devise bis zum Halbfinalspiel gegen Italien. Leider hat’s nicht sollen sein und trotzdem war die Weltmeisterschaft wohl mit die beste Zeit für einen Heimaturlaub und ein großer Erfolg für Deutschland auf mehreren Ebenen. Mal sehen, ob das von Dauer ist und über die WM hinaus anhält.[/i]
Die Stimmung war wirklich super, hatte ich bis dato noch nicht in Deutschland erlebt. Das ging ja schon am Flughafen los. Diverse Menschenanhäufungen in bunten Kostümen von Ghana bis Mexiko und überall feiernde Leute auf den Straßen, Autos mit Deutschlandfahnen…und nicht nur ein paar vereinzelte Fußballfans sondern bestimmt jedes 4te bis 5te Auto! Da war ich schon sehr überrascht. Die Autofahnen hatte ich schon Tags zuvor bemerkt, nämlich in Sydney, wo viele Taxis damit herumfuhren - natürlich mit der Flagge der “Socceroos”.
Spätestens am nächsten Tag sollte dann die WM-Euphporie dann auf mich überspringen, beim Spiel Tschechei-Italien in der “FIFA”-Arena in Hamburg. Glücklicherweise hatte mein Vater nach langem Kampf Karten für 2 WM-Spiele für uns ergattern können. Im Stadion war die Stimmung natürlich auch riesig und wir saßen zwischen den Fans der von uns favorisierten Mannschaft, der Tschechei. “Tschecki-Teschecki” ging es dann die ganze Zeit, bis sich ein Tscheche dummerweise die rote Karte eingefangen hat. Damit war das Spiel dann gelaufen.
Anschließend wurde natürlich jedes Spiel im Fernsehen verfolgt und auf diversen WM-Zusammenkünften gefeiert. Zum Achtelfinale durfte ich dann noch einmal ins Hannoveraner Stadion zum Spiel Spanien-Frankreich. Auch hier wieder super Stimmung, ich würde sagen noch besser als in Hamburg. Vor dem Stadion war ein rotes Meer von Spaniern wohingegen ich fast keine Franzosen gesehen habe. Im Stadion waren dann schon einige aber doch in der Unterzahl.
Bei diesem Spiel hatten wir wieder 1a Plätze. In 2. Reihe, ca. 10m hinter der der französischen Trainerbank im VIP Block. Als Anmerkung muss ich sagen, dass unsere Plätze “sichtbehindert” waren und günstiger als die Normalen. Aber ganz ehrlich, ab jetzt kauf ich nur noch sichtbehinderte Plätze! Die Sichtbehinderung bestand nämlich lediglich darin, dass die dursichtigen Trainerbänke im Weg standen und man die Seitenauslinie dort nicht richtig sehen konnte. Wir konnten sogar einen Blick auf die Lichtgestalt des Deutschen Fussballs werfen - den Franzl’Beckenbauer.
Beim Spiel Deutschland-Argentinien bin ich dann fast gestorben, viel zu aufregend…und dann gab es ja noch das “Kleine Finale” wo nebenbei bemerkt, wesentlich mehr Stimmung zu sein schien als beim Finale anschließend (im Stadion). Na ja, es kann halt nur einer “Weltmeister der Herzen” werden…;-)
Auf eine Fanmeile hab ich es nicht geschafft, dafür aber mein Schwesterherz Tanja, wenn auch auf andere Art als Ihr grade vermutet. Auf riesigen Bannern an der Hannoverschen FIFA-Fanmeile war sie zu sehen, um den multikulturellen Charakter der WM hervorzuheben.
Die restliche Zeit hab ich damit verbracht Familie und Freunde zu sehen, auch wenn ich es nicht geschafft habe, alle zu sehen - das wird nachgeholt, vielleicht ja mal hier in NZ :-)? (Olli, Eva, Susi…)
In meiner letzten Woche war ich leider halb ausser Gefecht, nach einer Zerrung/Entzündung der Sehne in der Schulter - kleine Kriegsverletzung von Silke & Michael’s Dachdeckaktion. zum Glück war alles einigermaßen abgeklungen bis zum Rückreiseantritt nach Neuseeland.