Am Wochenende sind wir dann gemeinsam mit Edi den Nydia Track in den Marlborough Sounds entlanggewandert. Marlborough Sounds heißt die Küstenlandschaft im Norden der Südinsel, gekennzeichnet durch viele Inseln und Buchten und grüne Hügel.[/i]
Am Samstagmorgen um 8 ging es los nach Havelock und von dort mit dem Wassertaxi und 8 Gleichgesinnten (5 Schweizern und 3 jungen Leuten aus Wellington) zum Startpunkt des Tracks namens Shag Point, der in einer Bucht liegt. Der Nydia Track ist ca. 27km lang und als 2-Tages-Tour empfohlen. Am ersten Tag hat man zwei Berge zu überqueren. Es ging also erstmal ordentlich bergauf, danach bergab und an einem Bach entlang, dann folgte der zweite Anstieg, der wesentlich anstrengender war als der erste, aber nach der Überwindung wurde man mit herrlichen Blicken auf die Sounds belohnt und nach einem weiteren Abstieg gelangten wir ins Tal. Dort stand noch einige Flussüberquerungen an. Dabei trafen wir zwei der Schweizer Wanderkollegen, die mit ihren wasserfesten Schuhen einfach durch den Fluss marschierten, während wir wieder unsere Socken anzogen. Vielleicht werde ich im nächsten Herbst nochmal über diese Investition nachdenken…
Letztendlich gelangten wir an die Herberge namens Te Mahoerangi Backpackers. So mitten im Busch haben zwei Leute eine paradieschische Unterkunft errichtet mit netter Terrasse, geräumiger Küche und Aufenthaltsräumen und auch guten Schlafgelegenheiten. Selbst der Luxus von Bettwäsche und Handtüchern erwartete uns hier. Zur Abkühlung nahmen wir ein kühles Bad – und zwar nicht im Meer sondern in einem Bach, wo wir dummerweise auch von Sandflies überfallen wurden. Später beim Abendessen unterhielten wir uns mit den Schweizern und es stellte sich heraus, dass sie die Mieter von meiner Arbeitskollegin sind. Die Welt ist ja so klein…
Während das Bad im Bach am Abend freiwillig war, war es am Morgen eher eine Notlösung, da es im Backpackers kein Wasser gab. Immerhin waren wir danach richtig wach! Die zweite Tagestour hielt dann auch wieder einen ziemlich langen Anstieg bereit, war aber insgesamt einfacher als die Tour am Vortag. Der Weg führte durch buschigen Wald und bot immer wieder gute Ausblicke auf die zerklüftete Küstenlandschaft. Der Track endete im Duncan Bay, einer Bucht mit ein paar Häuschen, einem Bootssteg und weißen Booten. Von dort wurden wir mit einem Kleinbus abgeholt und fuhren zurück nach Havelock.
Edi brachte uns dann noch nach Picton, von wo wir unsere Reise am nächsten Tag fortsetzen wollten. Am Abend spannten wir jedoch erstmal im Whirlpool des Hostels ab.