Buntes Ende

Weil uns das Wechselbad am Vortag so gefallen hatte, begannen wir auch den neuen Tag damit. Diesmal wechselten wir zwischen dem heißen Whirlpool und dem kalten Swimmingpool im Hintergarten unseres Hostels. Nach einem guten Frühstück ging es auf dem Thermal Explorer Highway nach Norden Richtung Rotorua.[/i]

Auf dem Weg dorthin hielten wir am Thermal Wonderland, einem Naturpark mit vielen Geysiren, kochenden Pools und Mineralablagerungen, die für bunte Farben aber auch unangenehmen Geruch sorgen. Wir waren ja zu unseren Hamilton Zeiten schon mal hier, allerdings war es da wolkig bis bedeckt. Dieses Mal hatten wir blauen Himmel und eitel Sonnenschein und so wirkten die Farben viel intensiver. Dann ging es nochmal an den Mudpools vorbei. Ich finde diesen blubbernden Schlamm ja immer wieder faszinierend und könnte stundenlang zugucken.

In Rotorua legten wir eine kurze Pause ein, saßen am See und beobachteten die schwarzen Schwäne und ihren Nachwuchs. Dann zeigte ich Anne unseren vorherigen Wohnsitz in Hamilton. Ich habe ja „unser“ Haus fast nicht wiedererkannt. Als wir dort wohnten, stand ein großer Baum davor und rund ums Haus gab es viele große grüne Pflanzen und Blumen. Davon war nichts mehr zu sehen und das Haus wirkte einfach nackt. Es wurde verkauft und die neuen Eigentümer haben es mal „überarbeitet“. Naja, jeder wie er mag…

Am Abend waren wir bei Aranza und Wally auf der Farm zu Gast. Dort wurde gerade ein Kalb geschlachtet und es gab leckeres gegrilltes Kalbsfleisch. Außerdem probierten wir diverse Innereien und ein Stück vom Darm, welcher wie Leber schmeckte. Bei dem dazugesteuerten selbstgemachten Wein stoß ich nur beim Fejoa-Wein auf Begeisterung. Der Grapefruit-Wein kam irgendwie nicht so an…

Mit dem Samstag brach nun unser vorerst letzter gemeinsamer Urlaubstag an. Auf dem Weg nach Auckland hielten wir in Miranda an den Hot Pools an, um nochmal in Thermalquellen zu baden. Da wir jetzt von unserem ruhigen Flussbad in der Natur verwöhnt waren, fanden wir das Bad in Miranda, in welchem mindestens 50 Kinder umherplantschten, nicht so erholsam.

Wir fuhren dann die Küstenstraße entlang nach Auckland. Der dichte Verkehr war echt anstrengend nachdem wir ja in den letzten Wochen oft stundenlang allein auf einsamen kleinen Straßen unterwegs waren. Aber wir wollten nochmal ins Zentrum auf den Skytower, um uns Auckland von oben anzusehen. Dann gaben wir unser Auto ab, wir haben auf der Nordinsel etwa 1400 km in den 6 Tagen zurückgelegt. Von der Mietstation ging es zum Flughafen und es gab ein paar letzte gemeinsame Bierchen auf den Urlaub. Dann machte sich Anne auf Richtung Europa und ich flog zurück nach Nelson.

Anne, schön, dass du hier warst! Der Urlaub war super und es gibt noch viel mehr zu sehen in Neuseeland!