Und dabei handelt es sich nicht um einen Schreibfehler! Movember ist eine Wohltätigkeitsveranstaltung, die im Monat November stattfindet. Bei dieser registrieren sich frischrasierte Männer zu Beginn des Monats und lassen sich bis Ende des Monats einen Oberlippenbart (englisch: moustache) wachsen, machen auf männliche Gesundheitsprobleme aufmerksam und Spenden sammeln, welche zugunsten der Prostatakrebs-Hilfe verwendet werden. Am Ende findet noch eine Gala statt, auf welcher die Männer ihre Bartwüchse präsentieren. Erstmals stattgefunden hat diese Veranstaltung 1999 in Adelaide, Australien und hat sich bisher wohl hauptsächlich im englischsprachigen Raum ausgebreitet. Zumindest lassen sich einige Männer in unserem Bekannten- und Kollegenkreise gerade einen Oberlippenbart sprießen. Da ich bisher noch nicht davon gehört hatte, wollte ich diese Info einfach weitergeben.
Aber bei uns hat sich auch einiges geändert. Wir sind mal wieder umgezogen und haben dieses Mal damit unser WG-Leben beendet. Carsten mietet eine Wohnung mit Meerblick auf den Port Hills. Edi und ich wohnen jetzt in der 48A Quebec Road in einem 2 Bedroom Haus mit netter Terrasse, auf welcher ich gleich mal eine Hängematte angebracht habe. (Das Foto ist für Anne.) Unser Dauergast ist eine graue Katze, von der wir nicht recht wissen wo sie hingehört. Sie scheint sich recht wohl zu fühlen bei uns, obwohl wir ihr noch nie was zu fressen gegeben haben… Der Umzug liegt schon ein paar Wochen zurück und wir haben uns ganz gut eingelebt und genießen es, jetzt auch mal zu Fuß in die Innenstadt Nelson Auf Grund getrennter Wohnungen war dann auch ein zweites Auto nötig. Carsten hat den Mitsubishi übernommen und wir haben uns einen dunkelgrünen Toyota Caldina gekauft. Ja und auch die Weinproduktion ist im neuen Haus wieder angekurbelt worden. Nachdem wir über 20 Flaschen Zitronenwein abgefüllt haben, setzten wir nun einen Himbeerwein an. Und seit gestern blubbert auch der Apfelwein – Gruß an Oli, diesmal ohne Hefe und sonstige Zusatzstoffe.
Ansonsten plätschert auch hier wieder das Alltagsleben. Der Sommer lässt leider noch auf sich warten. Samstags sind wir des öfteren als Schnäppchenjäger auf Garage-Sales unterwegs. Meine neueste Errungenschaft ist ein 120-bässiges Hohner Akkordeon, Baujahr 66 für ganze 100 Dollar. Der ältere Herr, der es verkaufte, war mal aktiver Akkordeonspieler, hat allerdings das Gefühl in seinen Fingerspitzen verloren und musste sich nun aufgrund eines Umzugs von dem guten Stück trennen. Nun werde ich mich mal wieder versuchen. Alles woran ich mich noch erinnern konnte, waren Weihnachtslieder. Aber Weihnachten ist ja auch nicht mehr weit…