So sehen richtige Steaks aus
Willkommens-Grillparty
Riff Raff-Statue
Private Spa - Entspannung pur
Unser erster Besuch aus der Heimat - Endlich da
29.10.2005 von Ed

Wer, wieso, warum

Irgendwann im September meinte mein Vater, nachdem ich mal wieder scherzhaft nachgefragt hatte, wann sie mich denn besuchen kommen, dass wir ja meinen Geburtstag in NZ feiern könnten. Mit so einer Steilvorlage liess ich natürlich nicht locker und zu meiner großen Überraschung hatte ich irgendwann dann meine Eltern wirklich in Reiselaune versetzt.
Mein Onkel sprang auch gleich ohne zu Zögern mit ins Boot (bzw. ins Flugzeug).



Die Ankunft

Am 15.10. war es dann soweit, nach mehr als 30-stündiger Reise waren sie in Auckland angekommen. Nach fast 3 Stunden Formalitäten am Flughafen, in denen auch ein russisch sprechender Zöllner auftauchte, konnten wir uns endlich in die Arme schließen. Weitere 1,5h Fahrt nach Hamilton beendeten die mehr als 20.000 km lange Anreise.


Auch in NZ kann man ordentlich feiern!

Am nächsten Tag war nur entspanntes Grillen auf der Veranda geplant, damit alle sich erstmal ordentlich erholen konnten. Dazu gehörten natürlich ein paar zünftige Kilo-Steaks vom Rind und ein ordentlicher Haufen Lamb-Chops (Lamm-Koteletts). Zusammen mit ein paar Schweinesteaks und ein einem Dutzend Würsten (wovon es hier die abenteuerlichsten Sorten gibt) ergab das einen ordentlich hohen Berg totes Tier. Natürlich hatten wir auch unsere lokalen Freunde Aranza und Wally mit Kindern dazu eingeladen. Riesig gefreut habe ich mich über eine importierte Flasche Ramazotti (hmmmm… lecker), welche auch gleich angetestet wurde. Größeren Anklang am Tisch fand jedoch eine Literflasche Absolut-Vodka mit Johannisbeer-Aroma. Zusammen mit etlichen Flaschen leckerem Neuseelandwein und frisch gezapftem Bier aus der Plastikflasche wurde die Runde sehr feuchtfröhlich, wobei auch jegliche Sprachbarrieren vergessen wurden. Der Alkohol überbrückt alle Grenzen könnte man sagen. Die Party endete damit, dass Aranza auf unseren Blumen herumkaute, danach sich noch eine Handvoll pflückte und mit einem unserer Gläser in der Hand von Wally nach Hause gebracht wurde. Dabei mussten wohl einige Pausen eingelegt werden (oder wie Wally es ausdrückte: Irgendwas muss mit unserem Autolack nicht gestimmt haben, Aranza hat ständig aus dem Fester auf unser Auto geschaut).


Montag - der Tag danach

Am Montag schauten wir denn auch alle etwas benommen aus der Wäsche. Zum Glück war in weiser Voraussicht an diesem Tag nur ein Spaziergang durch Hamilton und nachmittags ein Besuch in einer Thermalquelle geplant. Bis auf die schöne Riffraff-Statue gibt es in Hamilton nicht wirklich viel zu sehen, außer dass es eine hübsche Kleinstadt ist. Jedoch haben wir ein leckeres Buffet gefunden, von dem wir Männer uns ordentlich bedienten.


Riff Raff Statue

1973 dachte sich ein Friseur aus Hamilton (geborener Engländer) eine Musical-Bühnenshow aus. Er schrieb nicht nur die Story, sondern komponierte auch die Musik, agierte als Schauspieler und führte Regie. 30 Jahre später wurde Richard O'Brian die Riff Raff Statue gewidmet. Die Rolle des Butlers "Riff Raff" spielte er im Musical als auch in dem 1975 erschienendem Film selbst.

Errichtet wurde die von "WETA Workshop" (Teil von Peter Jackson's Filmproduktionsfirma WETA Digital, u.a. Lord of the Rings und King Kong) hergestellte Statue an der Victoria Street in Hamilton. Früher stand an dieser stelle das Embassy Theatre - gleich daneben arbeitete O'Brian in einem Friseursalon.

Fans wissen sicherlich inzwischen, um welches Musical es sich handelt...lets do the timewarp to the: Rocky Horror Picture Show


Schööööööööööööööön...

Die Thermalquelle war etwas außerhalb gelegen vor einem wunderschönen Bergpanorama. Dort gab es einen öffentlichen Bereich (2 Pools, einer warm, der andere heiß), welchen wir kurz besuchten. Die eigentliche Attraktion ist jedoch der „private spa“. Man bucht sich für eine halbe Stunde einen Whirlpool (aus Holz oder Edelstahl), welcher mit dem speziellen Wasser aus der Thermalquelle gefüllt ist. Das Wasser ist wirklich speziell, da es (laut Betreiberaussage weltweit einzigartig) eine ganz eigenartige Beschaffenheit hat. Es ist so weich, dass man es fast als seifig bezeichnen kann und wirklich schrecklich angenehm auf der Haut. Wir saßen also zu zweit / dritt in diesen Whirlpools und haben uns sowas von entspannt, dass wir eigentlich schon lose waren. Die Mitarbeiter waren auch noch so nett, uns 15min länger zu geben, sodass eigentlich schon nicht mehr lose, sondern fast auseinander gefallen waren.

Wieder zu Hause angelangt ging es relativ früh ins Bett, da am nächsten Tag unser erster mehrtägiger Trip Richtung Norden geplant war.

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