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Starterfeld
Ed
Doreen im Ziel
Laufen für ein Starterkabel
09.10.2005 von Doreen

Am Sonntag 02. Oktober fand hier in Hamilton ein Halbmarathon- & 10km-Lauf statt. Edi und ich beschlossen, am 10km Lauf teilzunehmen. Dafür haben wir auch trainiert und sind zwei bis drei mal pro Woche hier in unserem Viertel laufen gegangen.

Unsere Trainingsstrecke
Die ist so schön, dass ich ihr einen eigenen Absatz widme. Leider sind in den Parks in näherer Umgebung keine Wege angelegt, auf denen mal laufen kann. D.h. wenn man im Park laufen gehen wollte, müsste man die ganze Zeit auf dem Rasen laufen. Also haben wir beschlossen, einfach auf den Gehwegen an der Straße zu laufen, so wie es auch andere Jogger hier tun. Unser Viertel hat ja schon sehr dörflichen Charakter. Und da Fairview Downs auch noch am Stadtrand liegt, können wir eine Strecke von ca 1 km (hin und zurück = 2km) zwischen Weiden entlanglaufen. Auf der einen Seite stehen Kühe und eine Zeit lang waren auch Kälber dort. Auf der anderen Seite stehen Schafe und Lämmer, die vor etwa einem Monat geboren wurden. Das war ziemlich witzig, da die kleinen Viecher alle umhersprangen und blökten. Mittlerweile sind sie schon größer und dicker geworden und stehen ruhig auf der Weide umher. Außerdem kommen immer Hunde angerannt und bellen, Enten laufen über den Weg und dann solche neuseeländischen Vögel, die heißen wohl Takahe. Ist also schon sehr ländlich hier.

Die Anmeldung
Zurück zu unserem Lauf. Schon die Anmeldung war nicht so einfach. Wenn wir uns in Deutschland zu Läufen angemeldet haben, war das immer eine 5-Minuten-Sache: ein Formular auf der Webseite ausfüllen, die Teilnahmegebühr überweisen und wenn die einging, hat man ne Bestätigungsemail bekommen. Ganz so einfach war das hier nicht. Es gab eine Webseite, die nicht wirklich informativ war und man konnte sich dort auch ein Formular herunterladen. Da wir bis zu dem Zeitpunkt in unserem Haus noch keinen funktionstüchtigen Drucker hatten, hab ich mal über das Webseitenformular zwei Anträge bestellt. Die haben wir auch ausgefüllt und hätten sie auch hinschicken können, allerdings mit einem Cheque, um die Gebühr zu bezahlen. Bargeld wurde nicht akzeptiert. Eine Kontonummer auf die man überweisen sollte war nicht angegeben. Einzige Zahlungsmethode war ein Cheque. Und den hatten wir nicht.

Als wir unsere Konten eröffneten, wurden wir gefragt, ob wir ein Cheque-Buch haben möchten. Wir dachten uns: was sollen wir denn damit? Ich hab dann bei der Hotline-Nummer der Bank angerufen, um ein Cheque-Buch zu bestellen. Das ging leider nicht, weil das das erste Cheque-Buch für mich wäre und in solch einem Fall muss man direkt zu seiner Bank gehen. Das gestaltet sich nun schwierig, wenn man von 8.00 bis 16.30 arbeitet und die Bank von 9.00 bis 16.00 Uhr geöffnet ist. Edi hat dann noch mit unserem Bankberater telefoniert und konnte uns ein Cheque-Buch organisieren. Allerdings war traf das nicht mehr vor Anmeldeschluss für den Lauf ein.

Deshalb hab ich einen Tag vorher den Organisator angerufen und dieser meinte, dass wir auch direkt vorbeikommen könnten und in solch einem Fall würden sie auch Bargeld akzeptieren. Welch ein Glück! Edi war dann auch dort und der gute Mann sprach wohl auch ein paar Worte deutsch und war völlig begeistert. Wie auch immer, wir waren schließlich angemeldet.

Der Start
Die Organisation war auch etwas merkwürdig. Wir fuhren morgens in die Stadt und mussten erstmal den Startpunkt suchen. Dieser hatte sich inzwischen geändert, was auf der uninformativen Webseite nicht erwähnt wurde. Zum Glück begann der Halbmarathon schon früher und ich konnte ein paar Läuferinnen abfangen und sie fragen, wo denn der Startpunkt sei. Und so fanden wir es dann auch. Es waren ein paar Läufer zugegen und vielleicht auch ein oder zwei Organisatoren, allerdings kein Zelt oder ähnliches, wo man seine Starternummer erhielt. Dazu mussten wir noch in den Age Celebration Centre (Alters-Feier-Center o.s.ä.), welches der Veranstalter des Laufes war. Dort lagen die Startnummern auf einem Tisch bereit, auf der Rückseite stand jeweils der Name des Läufers. Da sieht man ja schon mal, wie familiär diese Veranstaltung war (120 Teilnehmer für die 10km Strecke). Wir bekamen unsere Nummern und holten noch unser T-Shirt ab und dann ging es los.

Die Strecke.
Auch die hatte sich geändert. Ursprünglich sollte es auf einer Seite des Flusses losgehen, dann gen Norden über eine Brücke, auf der anderen Seite zurück Richtung Süden, über eine weitere Brücke und dann wieder Richtung Norden zum Ziel. Nach Planänderung ging es zuerst Richtung Süden, dann wurde eine Schleife gelaufen und es ging auf der selben Seite zurück Richtung Norden. Dann wurde eine 180 Grad Wende gemacht und es ging zurück zum Start/Zielpunkt. Und obwohl die Strecke direkt am Fluss entlang ging, am sogenannten Riversidewalk, war sie doch recht hügelig. Daher Edis Streckenbeschreibung: Scheiß Bergmarathon. Meine Beschreibung: Sehr schön grün und idyllisch. Wie auch immer, wir haben es geschafft. Ich kam als 33. nach 58.24 Minuten ins Ziel und Edi a la Eduard Brieu als 40. nach 01.03.54 Stunde.

Die Preisverleihung
Wir hatten dann über zwei Stunden Zeit bis am frühen Nachmittag die Preisverleihung begann. Zwischen allen Teilnehmern, die den Zieleinlauf erreichten, wurden Preise verlost und außerdem bekamen die besten Läufer in verschiedenen Altersklassen Preise. Kein Wunder, Veranstalter war ja der Age Celebration Centre, in dessen Räumlichkeiten auch diese Veranstaltung stattfand.

Für die geringe Teilnehmerzahl wurden dann doch recht viele Preise verteilt und so haben auch wir etwas gewonnen. Ich bekam ein Starterkabel-Set und Edi Gutscheine für ein Restaurant im Wert von 30 Dollar. Außerdem konnten wir noch einen Sack voll Bananen mit nach Hause nehmen. Hat sich also gelohnt. Ein weiterer Lauf findet Anfang November statt. Wir überlegen noch...

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