New Born
Calving 2
Doreen in Cow shed
Quad hunt
Kälber und Kühe
01.08.2005 von Doreen

Wir verweilen nun schon seit fast zwei Wochen in Neuseeland und es geht langsam voran. Wir haben ein Haus zur Miete gefunden, morgen bekommen wir die Schlüssel. Im Garage-Sale haben wir erste Dinge für die Einrichtung erstanden. Und seit Samstag sind wir Besitzer eines Mitsubishi Libero. Aber das sind alles ganz andere Geschichten. Heute möchte ich nur von einem Tag auf der Farm berichten.

Wie die Kälber trinken lernen

Seit dem wir hier bei Aranza auf der Farm wohnen, sind wir eigentlich täglich nach Hamilton gefahren, um diverse Sachen für unseren Aufenthalt hierzulande zu organisieren. Gerade die Autosuche gestaltete sich etwas anstrengend und daher zog ich es eines Morgens vor auf der Farm zu bleiben und ließ die beiden Jungs allein nach Hamilton fahren. Ich bin schon ziemlich früh aufgestanden und joggen gegangen. Das ist ziemlich nett so auf einsamen Wegen zwischen grünen Hügeln bei Sonnenaufgang entlangzulaufen. Hin und wieder stehen verwunderte Kühe auf der Weide und schauen neugierig. Wahrscheinlich sehen sie nicht so oft jemanden vorbeijoggen.

Am Ende meiner Laufrunde hab ich dann die Laufschuhe mit Gummistiefeln gewechselt und bin zum Kälberstall gegangen. Dort waren Aranza sowie eine Angestellte namens Sherith schon bei der Arbeit. Nach der Geburt werden die Kälber von den Mutterkühen getrennt. Sie werden dann zwar auch mit Kuhmilch versorgt, allerdings aus großen Behältnissen an denen schwarze Gummi-Zitzen angebracht sind, aus welchen die Kälber zu trinken lernen müssen. Dazu nimmt man ein Kalb, steckt die Hand ins Maul und wartet bis es zu saugen beginnt. Dann bewegt man den Kopf des Kälbchens in Richtung einer Zitze, zieht die Hand langsam weg und hofft, dass das Kalb weitersaugt und trinkt. Manche Kälber kapieren das ziemlich schnell, andere hingegen stellen sich irgendwie dappig an. Und manche, die es gar nicht hinbekommen, kriegen dann die Flasche. So habe ich an diesem Morgen zwei bis drei Stunden mit Kälbern verbracht.


Leichte Geburt

Die Mittagsstunden hab ich dann im Haus mit Babysitten verbracht und auf Catalina und Mateo aufgepasst. Nachmittags hat mich Aranza mit zu einer Tour über die Farm genommen. Mit einem Quad (sowas wie ein Motorrad mit vier Rädern) ging es los - zuerst auf dem Hauptweg, dann über Nebenwege, die aufgrund des Regens über Nacht völlig modrig waren und dann quer über Wiesen, auf Hügel, von denen man einen herrlichen Blick über die Farm hatte. Ich durfte dieses Gefährt auch mal fahren und habe uns fast in einen Zaun gelenkt. Es ist schon etwas ungewohnt, mit dem rechten Daumen Gas zu geben und mit dem linken zu schalten. Wir haben jedenfalls total viel gelacht bei dieser Fahrt.

Schließlich ging es zu einer Kuhweide, auf der eine Kuh gerade kalben sollte. Und diese Kuh brachte die ganze Sache auch ziemlich schnell hinter sich. Als wir ankamen stand sie noch und nur der Kopf und die Füße guckten heraus. Dann legte sie sich hin und der Rumpf des Kalbes rutschte heraus. Dann stand die Kuh wieder auf und das Kalb hing nur noch an den Beinen bis es schließlich ganz herausrutschte. Das ganze dauerte keine zehn Minuten und verlief völlig problemlos. Das war schon interessant, denn ich hatte sowas nie zuvor gesehen. Anschließend ging es auf dem Quad zurück nach Hause. Carsten und Ed waren inzwischen zurück von der Autosuche und weniger glücklich als ich.

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