House backview
Our garden
Pampelrangen-Baum
Pampelrangen
Unser trautes Heim
09.08.2005 von Doreen

Wie bereits erwähnt, haben wir ein Haus gefunden. Und auch wenn die Suche danach eigentlich gar nicht soo lang dauerte, war es anstrengend und wir waren froh, als wir endlich den Vertrag unterschrieben hatten.


Die Suche

Am Samstag haben wir den Wohnungsmarkt der hiesigen Lokalzeitung Waikato Times durchforstet und alles angestrichen, was für uns in Frage kam. Am Sonntagmorgen haben wir dann erstmal die privaten Vermieter angerufen und vier Termine gemacht. Nachmittags ging es zur ersten Hausbesichtigungstour. Zwei der Häuser waren echt schön, die anderen beiden glichen eher Gartenlauben und waren unschön gelegen. Wie wir bereits gelesen hatten, ist es in Neuseeland üblich, auf seinem Grundstück hinterm eigenen Haus noch ein oder zwei Häuser zu bauen, um diese dann zu vermieten. Und zwei der Häuser, die wir uns ansahen, standen in der 3. Reihe. Wie auch immer, die schönen Häuser haben wir nicht bekommen.

Also rief ich am Montag die Agenturen an, um Termine zu machen. Leider konnte ich keine Termine machen. Wir sollten erstmal rumfahren und uns die Häuser von außen ansehen. Und wenn uns dann das Haus und auch die Lage gefiele, könnten wir uns wieder melden, und dann einen Termin machen. Also fuhren wir quer durch Hamilton und sahen uns viele Häuser an. Uns gefielen auch einige. Als wir dann jedoch die Agenturen wieder kontaktierten, waren einige der Häuser bereits weg. Ganz Klasse! Bei einem Haus klappte es dann doch und wir konnten einen Termin für den folgenden Tag machen.

Am Dienstagmorgen ging es dann wieder nach Hamilton. Wir sahen uns das Haus an und waren uns sofort einig - das sollte es sein!


Das Haus

Von der Frontseite sieht es ganz nach 70er-Jahre-Baustil aus, mit so einem asymmetrischen schrägen Dach. Rechts ist ein Car-Port, durch welches man in den Hintergarten kommt. Dort ist dann links eine schöne grüne Holzlatten-Terrasse. Und Grün ist übrigens auch die Hausfarbe. Rechts stehen ein paar Büsche. Ganz hinterm Haus ist ein Rasenstück und ein Pampelrangen-Baum (wir konnten die Frucht nicht so richtig einordnen, aber wir haben schon die Saftpresse und es gibt lecker frischgepressten Frühstückssaft - also ich find ihn lecker, Ed und Carsten meinen, der Saft sei zu bitter oder zu sauer oder... - Männer). Weiterhin gibt es ein Stück Land, welches ich noch zum Gemüsegarten machen werde. Es ist derzeit sehr mit Unkraut zugewachsen. Dann steht dort noch eine Wäschespinne. Und wenn man dem kleinen Pfad folgt, kommt man entweder zur Küche und betritt das Haus durch die Hintertür oder man geht weiter und kommt zurück zur Frontseite und geht durch die Haustür herein...

...und steht im Wohnzimmer. Das Wohnzimmer ist etwa 22 qm groß und mit einem olivgrünen Teppich ausgelegt. Links ist ein kleines Podest, welches als Essecke dient. Von dort kommt man geradeaus in die Küche. Die Küche, wie auch Toilette und Bad sind ebenfalls in Grün gehalten. An der Küche gibt es rechts noch einen kleinen Raum für die Waschmaschine und sonstigen Kram wie z.B. das Bügelbrett und den Mülleimer. Eine weitere Tür vom Wohnzimmer führt in einen schmalen Flur, und dort gibt es wiederum 6 Türen. Von links nach rechts führen die zu folgenden Räumlichkeiten: 1. Abstellkammer und Wasserboiler, Toilette, Bad, mein Zimmer, Eds Zimmer und Carstens Zimmer. Ed und Carsten haben die Möglichkeit von ihren Zimmern direkt auf die wunderschöne grüne Holzlatten-Terrasse zu gehen. Ich hab dafür einen Blick auf den Pampelrangen-Baum.


Die Einrichtung

Wir haben dieses Haus unmöbliert übernommen. Lediglich in der Küche waren Schränke, Spüle und Elektroherd vorhanden und unsere Zimmer waren mit jeweils einem Wandschrank ausgestattet. Sehr praktisch! Wir brauchten jetzt jedoch noch Tische, Stühle, Sessel, Betten usw. All das kann man hier in Neuseeland sehr günstig aus zweiter Hand kaufen. Ähnlich wie in England verkaufen die Leute hier echt jeden Scheiß. Zum einen gibt es eine Zeitung namens LOOT in der alles mögliche von Küchengeräten, Matratzen, Möbeln bis hin zu Autos und Booten alles annonciert wird. Dann gibt es im Internet den traderpoint.co.nz. Und es finden Yard-Sales statt, d.h. die Leute sitzen dann Samstagmorgen in ihrem Garten, in der Garage oder auch im Wohnzimmer und verkaufen all das, was sie nicht mehr brauchen. Und andere Leute wiederum, die auf der Suche nach Schnäppchen sind, fahren von einem Yard-Sale zum nächsten und stauben ab, soweit es etwas brauchbares gibt. Eine weitere Möglichkeit günstige Sachen zu erstehen ist trademe.co.nz, welches so ähnlich funktioniert wie ebay. So, und alles, was man nicht aus zweiter Hand bekommt, das gibt es dann im Warehouse, where everybody gets his bargain.

Wir haben jedenfalls über die oben genannten Wege unser Haus eingerichtet. Im Wohnzimmer haben wir zwei Einsitzer, zwei Zweisitzer und einen Couchtisch sowie einen Fernseher. Weiterhin haben wir einen Esstisch mit 6 Stühlen erworben. Und in jedem Zimmer steht ein Schreibtisch und ein Bett, bzw. bei mir eine Matratze. Heute haben wir gerade einen günstig erstandenen Grill abgeholt und soeben gab es deftige Steaks.

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