Nusa Dua Beach
Ulu Watu Temple
Kecak Dance @ Ulu Watu
Kecak Dance "Burning Man"
Tempel, Strand und Affentanz
15.07.2005 von Doreen

Dienstag, 12. Juli 2005 - Wir haben unseren ersten gemeinsamen Tagesausflug auf Bali unternommen! Dazu sind wir schon um 9 Uhr morgens aufgestanden, das Hotel haben wir allerdings erst um halb elf verlassen.


Die Transportlösung

Da man hier im Ort eigentlich an jeder Straßenecke angesprochen wird, ob man einen "Transport" benötigt, hatten wir auch noch nichts gebucht und gingen einfach an die erste Kreuzung. Dort wurden wir auch gleich von einem Mann angesprochen und Carsten und Ed handelten einen Tagespreis aus (25 Euro). Hier auf Bali kann man sich ein Auto inklusive Fahrer für einen Tag mieten. Der Fahrer fährt einen überall hin, das ist bei dem Verkehr hier auch ratsam. Der junge Mann vor Ort selbst hatte jedoch keine Zeit für uns, rief aber einen "Freund" an, der uns abholen würde. Irgendwie scheinen hier alle befreundet zu sein.

Wir warteten also auf unseren Fahrer. Das dauerte einige Zeit, da er zuerst vor einem falschen Hotel zwei Straßen weiter wartete, wie sich später herausstellte. Währenddessen nervte uns ein Taxifahrer, der uns einreden wollte, dass der Fahrer, auf den wir warteten von einer Abzockerfirma sei und wir doch lieber mit seinem Taxi fahren sollten. Da fragt man sich doch, wer hier wen abzocken will... Wie auch immer, letztendlich kam unser Fahrer und kurz nach 11 Uhr fuhren wir endlich los.


Tanah Lot

Tanah Lot ist ein Ort an der Küste etwa 40 km nordwestlich von Legian Beach und bekannt für seinen Meerestempel, der einer der Nationaltempel Balis ist und den Göttern des Meeres geweiht ist. Auf einem Felsen umgeben von Wasser steht der Tempel. Bei Ebbe kann man den Tempel über die Sandbank zu Fuß erreichen. Bei Flut ist jedoch der Anblick wesentlich schöner - das blaue Meer und Wellen, die gegen die grauen Felsen klatschen und mittendrin der Tempel im Sonnenschein. Auf dem Areal befinden sich noch weitere Tempel zum Beispiel auf Felsklippen. Einer steht auf einem Felsbogen, der wie eine Brücke in das Meer ragt. Dieses Landschaftsbild macht die Tempelanlage zu etwas besonderem.


Nusa Dua

Dann ging es weiter, Richtung Süden nach Nusa Dua. Dies ist ein etwas edlerer Ferienort an der Ostküste der Südhalbinsel Bukit im Süden Balis. Der Ort schien ausschließlich aus großen noblen Hotelanlagen zu bestehen. Somit war der Ort schon touristisch, aber nicht überlaufen sondern eher ruhig und entspannt. Wir aßen in einem Restaurant direkt am Strand Mittag und genossen die frische Seeluft. Später handelten wir einen Preis für eine Angeltour aus - wir kommen also nochmal zurück und es gibt dazu eine neue Geschichte ;o)


Kecak oder Affentanz

Letztes Ziel des Tages war der Tempel von Uluwatu. Dort gibt es jeden Abend um 18 Uhr eine Kecak-Tanz-Aufführung. Das ist ein traditionellers Theaterballett. Durch die Freilichtbühne mit Blick aufs Meer mit Sonnenuntergang, war ein schönes Ambiente gegeben. Hintergrund der Geschichte ganz kurz: Zwei Thronnachfolger (Bruder und Schwester) werden aufgrund falscher Anklage in den Wald verbannt. Die Schwester wird entführt und muss wieder befreit werden, was natürlich gelingt, denn das Gute muss ja siegen! Leider konnten wir mit der Beschreibung auf dem Informationsblatt die Geschichte nicht ganz nachvollziehen. Es traten so viele Charaktere auf - Hexen, Geister, Dämonen Tiere usw. - die nicht auf dem Infoblatt erwähnt wurden, dass wir den Überblick verloren.

Die Vorführung war recht interessant. Während des ganzen Stücks sitzen Tänzer (ausschließlich Männer), welche die Affenarmee darstellen, ringförmig um eine in der Mitte aufgestellte Öllampe und singen im hypnotischen Tempo "kecak, kecak, cak - cak - cak". Dabei haben sie meist die Arme gehoben und bewegen diese winkend hin und her. Dieses Singen bildet die einzige musikalische Untermalung und ehrlich gesagt wurde es mit der Zeit wirklich anstrengend. Die Tanzstile der einzelnen Charaktere sind auch sehr unterschiedlich. Die beiden Thronnachfolger sind sehr bunt und edel gekleidet. Ihr Tanzen wirkt sehr anmutig, sie bewegen sich sehr langsam und bewegen vor allem die Hände und die Augen. Ein goldener Hirsch sprang graziös von links nach rechts und winkte dabei mit beiden Händen. Die Hexen und ein weißer Affe sprangen eher wild umher. Schon sehr interessant.

Höhepunkt dieser Aufführung eine wohl eher ungeplante Szene. Der weiße Affe wurde gefangen und gefesselt und sollte von den beiden Hexen verbrannt werden. Dazu haben die Hexen kleine Heuballen um den Affen gelegt und diese angezündet. Der Affe befreite sich inzwischen von seinen Fesseln, sprang im Kreis umher und begann die Heuballen erst auseinander und dann auszutreten. Dabei kickte er einen Heuballen etwas zu stark an und er flog einem Touristen entgegen, der das Geschehen mit seiner Kamera filmte. Sein Sarong fing auch gleich ein paar Flammen und ein erschrockenes Raunen ging durch die Menge. Es ist dann alles gut ausgegangen und der Kameramann kam wohl auch mit nur einem Schrecken davon. Also: Ende gut - alles gut.

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