Mangga Dua "Software" Shop
Doreen & Ed Dinner
Doreen,Carsten & Ed NightSkyline
Kelapa Gading Moon
Paradise-Mall oder „Arme Doreen“
28.06.2005 von Ed

Für unseren zweiten Tag in Jakarta war für Vormittag ein Besuch im Einheimischen-Einkaufscenter Mangga Dua geplant. Ich hatte clevererweise den Wecker auf 9 Uhr gestellt, ihn dann jedoch nicht aktiviert. Wir sollten um 10 abgeholt werden von Carstens Cousins; 9.45 Uhr weckte uns Carsten ;-)


Die Strassen von Jakarta

Also Abfahrt um eine halbe Stunde verschoben, doch dann lief es wie geplant. Die Fahrt dahin dauerte ca. eine Stunde. Carsten meint, hier dauert es zu jedem Ziel eine Stunde, was ich jetzt ohne weiteres glaube. Der Verkehr ist einfach nicht irgendeiner Straßenverkehrsordnung in Verbindung zu bringen. Jeder fährt, wie er will ist wohl die beste Beschreibung. Kleines Beispiel: Wir fragten Carstens Cousin, ob hier denn rechts vor links sei. Er meinte nur: Keine Ahnung. Dazu sollte man noch wissen, dass der Verkehr hier ziemlich stark ist, zwischen den vielen Autos noch viel mehr Mopeds rumsausen, oft in kleineren Gruppen, die ich Hell’s Angels getauft habe. Außerdem sind die Straßen nur für Offroader geeignet. Wir sprangen die ganze Zeit auf der Rücksitzbank auf und ab.


Mangga Dua

In der Mall angekommen erwartete uns Männer das wahre Paradies. Doreens Gesicht konnte man besonders die wahre Freude ablesen, welche sie gleich durch ein „Bis später!“ zum Ausdruck brachte und verschwunden war. Zurück zum Einkaufszentrum.
Riesengroß, viele kleine Läden und.. ich nenns mal Offline-Esel vom Feinsten :-) An mehreren Ständen wurde so gut wie alles an DVD’s verkauft, was das Herz begehrt. Achja, das wichtigste: eine DVD kostete ca. 40 Cent. Egal ob neuester Kinofilm oder das Komplettpaket irgendeiner Fernsehserie. Kundenfreundlich konnte man das Werk vor Kauf in einem der vorhandenen DVD-Player betrachten, ob man auch wirklich mit der Qualität zufrieden ist. Daneben gab es natürlich auch Musik. Ob nun als mp3 oder Audio-CD, alles wurde angeboten.

Zusätzlich gab es mehrere richtige Geschäfte mit Software aller Art. Das Beste dabei ist, dass zwischen diesen Läden auch andere existieren, welche die gleiche Software, Musik, Filme zum normalen Standardpreis verkauften. Im Erdgeschoss war sogar ein riesiger Microsoft-Stand! ;-)


Ancol

Nach einem kurzen Lunch fuhren wir in eine Art Erholungspark (Ancol). Dort gab es ein hübsch anzuschauendes Areal an Hütten in denen Kunst ausgestellt und verkauft wurde. Es gab aufwendige Holzschnitzereien (man konnte sogar zuschauen, wie diese entstanden), Gemälde, Töpfe oder Skulpturen, teilweise sogar aus Bronze (eine schöne Büste von sich selbst gefällig a la Stalin?).


Essen fassen

Nach genügend Lustwandelei sind wir kurz nach Hause und danach mit Carstens Onkel und Tante zum Essen getroffen. Apropos Essen - hier scheint ein angenehmer Brauch zu existieren: Jeder bestellt sein Essen, dann wird alles in die Mitte des Tisches gestellt und jeder bedient sich von jedem Teller. Natürlich hat man noch zusätzliche leere Teller, von denen man isst. Dadurch kann man je nach Gesellschaft von verschieden vielen Gerichten probieren und hat damit ein sehr abwechslungsreiches Mahl. Ein weiterer Vorteil ist natürlich, dass die Verteilung des Essens flexibler gestaltet wird. Wenn kleine schmächtige Frauen weniger essen, haben wir Männer (oder auch Doreen) mehr davon :-)

Nach dem Essen gings nach Hause, wo wir uns gemütlich einen Film angeschaut haben. Danach ist Doreen ins Bett, Carsten hat noch ein neues Spiel ausprobiert und ich hab gelesen. Jedenfalls sind wir recht spät ins Bett.

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