Wir kamen gegen 22 Uhr in Denpasar an. Das mit dem Abholdienst vom Hotel hat irgendwie nicht so richtig geklappt. War wohl inklusive im Hotelpreis, wurde aber nicht explizit von mir angefragt und fand deshalb nicht statt.
Also standen wir etwas verloren vor der Flughafenhalle und wurden von allen möglichen Taxifahrern angesprochen, die uns anboten, uns für 50.000 Rupien oder später auch für 10 US Dollar zum Hotel zu bringen. Und dieser Preis war laut Carsten (unserem Kenner) viel zu hoch. Irgendwann konnte Edi dann einen Preis von 45.000 Rupien (ca. 4 Euro) aushandeln. Der Taxifahrer war klein und schmächtig (konnte kaum übers Lenkrad sehen), sein Fahrzeug groß und schrottig.
Das Gewicht hat de gute Mann auch gut verteilt: Carsten, Edi und ich saßen links, das größte Gepäckstück lag auch auf der linken Seite im Kofferraum. Der Fahrer selbst sowie zwei weitere Gepäckstücke waren auf der rechten Seite platziert. Und während der Fahrt kamen plötzliche sehr merkwürdige Geräusche aus der linken Kofferraumgegend oder auch vom linken Hinterrad. Und bei dem ganzen Geschaukel aufgrund der nicht so tollen Straßenqualität hatten wir fast Angst, nicht anzukommen. - Aber wir haben es geschafft!
Das Hotel war dann für eine Nacht auch annehmbar. Carsten kannte es bereits von einem früheren Aufenthalt. Wir haben das Gepäck auf's Zimmer gebracht und die Hotelbar besucht. Carsten gab irgendwann auf und ging schlafen. Edi und ich schlürften unseren Arakatak, besuchten noch die Bar nebenan, um Reiswein zu probieren und ließen uns auch nachts um eins nicht nehmen, noch eine Runde im Pool zu schwimmen. Zum Glück haben wir erst beim Verlassen des Pools gelesen, dass das Baden dort zwischen 21 und 7 Uhr verboten sei.
Nach sehr kurzem Schlaf um 4 Uhr morgens klingelte der Wecker. Also aufstehen, duschen, Klamotten packen und auf zum Flughafen. Als wir endlich im Flugzeug saßen, war es einfach nur unerträglich heiß und stickig. Sobald wir jedoch in der Luft waren, wurde es jedoch so schrecklich kalt. Wir sind uns fast sicher, dass jemand ein Fenster geöffnet hat. Und somit waren wir auch froh, als wir endlich in Jakarta ankamen, wo uns Sonny, Carstens Cousin, in Empfang nahm, uns in unsere Unterkunft* brachte, wo wir unseren Schlaf nachholten.
*Unsere Unterkunft - das ist ein Appartment, welches Carstens Tante und Onkel gehört, sich in der 23. Etage in einem Wohnblock befindet und uns für unseren Wochenaufenthalt in Jakarta zur Verfügung gestellt wurde. An dieser Stelle ein großes Dankeschön!