Singapore
Boat Quay
Carsten im London Pub
Wir vor Skyline
Singapur
23.06.2005 von Carsten

Der Anfang

Bei unserer Zusammenkunft am Flughafen stand es noch 1:1 im Spiel Deutschland-Argentinien. Während ich bei meinem dritten Bier noch Hoffung auf den Sieg hatte, rief mich Carsten aus 50m Sichtkontakt an und fragte mich wo ich bin.
Nachdem er sich zu mir gesellte hatte, kam Doreen von der Mietwagenabgabe die Rolltreppe herunter und sah ihre Schuhe mitten in der Halle einsam herumstehen, da Carsten diese vergessen hatte.


Der Checkin verlief absolut problemlos, Carstens (leicht übergewichtiges – 26kg Koffer und 14 kg Handgepäck – erlaubt: 20 kg / 7 kg) Gepäck wurde klaglos akzeptiert, Doreen hatte vorbildlich ihre Frequent-Flyer-Number parat. Ich natürlich nicht und hab am Schalter erstmal das Notebook gezückt. Half nix, da Qantas nicht mit „u“ geschrieben wird und ich natürlich nix gefunden hab. Nebenbei ist mir auch aufgefallen, dass ich Carsten vergessen hatte Bescheid zu geben, sich bei Qantas Frequent Flyer anzumelden. Dafür bekam Carsten sogar seinen Fensterplatz.

Im Flugzeug gab es für jeden Platz einen eigenen Bildschirm, mehrere Filmkanäle und sogar Spiele (Gameboy lässt grüßen). Beim Begutachten der Sitztascheninnereien kam eine schöne Kotztüte zum Vorschein. Der Clou dabei war, dass man sie auch zur Abgabe seine Filme für die Entwicklung verwenden konnte. Gedankenspiel: Haben Fotografen einen stärkeren Magen als andere oder sind die australischen Fotolabore auf alles gefasst? Werbung war natürlich auch drauf, falls man sich beim Kotzen langweilt??

Es gab leider auch einiges zu Bemängeln. ES GAB KEINEN RAMAZOTTI. Ich bin immer noch nich über dieses traumatische Erlebnis hinweg. Egal, die Zeit verging trotzdem wie im Flug (was für ein Wortspiel). Gegen Ende hab ichs dann auch mal geschafft, das Notebook auszupacken und ne Runde „Sacred“ zu zocken (Danke, Lausi!). Und dann waren wir auch schon da.

Die Einreisebehörde war superfreundlich und bot sogar jedem einen Bonbon an. Ach ja, Drogenschmugglern wurde auch die Todesstrafe angeboten. Danach gings direkt ab ins Taxi und ab jetzt übernimmt Doreen.
[Edi]


Unser erstes Essen in Singapore

Vom Flughafen haben wir uns ein Taxi zum Hotel genommen. Für die halbstündige Taxifahrt haben wir ca. 18 Dollar gezahlt, war also sehr günstig. Das Hotel - Hotel 81 Bencoolen - gehört zur Low-Budget Kette "Hotel 81". Davon gibt es ziemlich viele in Singapore und sie sind recht preiswert, wir haben 89 Dollar für ein Dreibettzimmer pro Zimmer pro Nacht gezahlt.
Dazu war unser Hotel auch noch ziemlich zentral gelegen. Allerdings war das Dreibettzimmer, welches wir gebucht haben, dann in Wirklichkeit nicht so geräumig wie es auf der Webseite aussah. Auf der Webseite war ein großes Zimmer mit drei Betten zu sehen. In dem Zimmer, welches wir bezogen, stand dann ein Doppelbett und so ein Vinyl-Ausklapp-Sessel. Naja, dafür funktionierte die Klimaanlage und ein Kühlschrank stand auch im Zimmer. Und für zwei Nächte sollte es reichen.
Auf jeden Fall stand erst mal eine Dusche an und dann machten wir uns auf den Weg in die Stadt, um etwas zu essen. Wir irrten ein wenig die Straßen entlang und fanden schließlich eine einheimische Fressmeile Chinatown. Da wir uns völlig unsicher waren und auch keinen Plan hatten, was wir eigentlich essen wollen, beschlossen wir erst mal an allen Ständen vorbeizuschauen und dann eine Entscheidung zu fällen. Das war aber leichter gesagt als getan. Zum einen standen dort zu viele chinesische Zeichen und die Namen der Gerichte, die in lateinischen Buchstaben angeschrieben waren, haben uns auch nicht wirklich was gesagt. Zum anderen wurden wir überall angesprochen, dass wir uns setzen sollten, uns wurden Speisekarten in die Hand gedrückt usw. Trotz allem haben wir uns wacker durchgeschlagen und an einem der letzten Stände Platz genommen.

Edi und ich haben uns ein chinesisches Bier namens Tsing-Tao bestellt und Carsten einen Eistee. Während wir die Speisekarte studierten, kamen im Wechsel zwei Frauen an unseren Tisch. Das eine war die junge Kellnerin, die die Bestellung aufnehmen wollte. Wir haben wohl wirklich ungewöhnlich lang bebraucht, um uns zu entscheiden. Das andere war eine nicht ganz so junge Frau, welche Promoterin für Carlsberg war und ständig unser Bier nachschenkte und fragte, ob es denn schmeckt. Wir haben dann irgendwann unser Essen bestellt, welches nicht nur preiswert sondern auch ganz gut geschmeckt hat. Carsten hatte Schweinefleisch süß-sauer, Edi ein Spezialgericht des Hauses und ich Ingwer-Frühlingszwiebel-Hühnchen mit Reis. Jedoch die gute Frau, die das Bier nachschenkte, wich während des ganzen Essens nicht von unserer Seite. Man brauchte nur kurz an seinem Bier nippen, schwupp, schon war sie da und schenkte nach und fragte, ob es denn schmeckt und alles in Ordnung sei.

Irgendwann waren dann doch die Flaschen leer und es gab nichts mehr zum Nachschenken. Und auch unsere Gläser hatten endlich mal die Chance, nicht nur voll zu sein. Also fragte uns die gute Frau, ob wir nicht ein neues Bier kaufen wollten. Wir taten ihr dann auch den Gefallen und kauften eine Flasche Carlsberg. Somit war sie glücklich. Wir waren satt und glücklich und gestärkt für die weitere nächtliche Tour durch Singapore. Ach ja und der ganze Spaß hat uns nur ca. 25 SGD (Singapur-Dollar) gekostet.
[Doreen]



Nightlife

Nach dem Essen wollten wir uns in ein halbwegs entspannendes Nachtleben stürzen, denn nach einem 11h Flug und Zeitverschiebung ist man doch etwas kaputt.
Bei der Gelegenheit findet man auch schnell die lokalen Preisunterschiede zwischen Einheimischen-Restaurants/Kneipen und Touri-Hotspots heraus.
Während wir in der Einheimischen-Kneipe für ein Tsing-Tao Bier (625ml) noch 5 SGD (1 SGD entspricht ca. 1DM) bezahlt haben, so mussten wir im London-Pub am Boat Quay mal eben 15 SGD für 1 Tiger Beer abdrücken. Nach dem einen Bier haben wir uns dann auch schnell davongemacht und sind ein bisschen am Flußufer herumgewandert.
Denjenigen, die noch nicht in tropischen Gefilden unterwegs waren sei gesagt, dass auch um 24.00 Uhr die Temperatur unverändert bei 32° liegt (mit 90% Luftfeuchtigkeit). Also von einem Spaziergang bei kühler Nachtluft kann nicht die Rede sein. Nichtsdestotrotz konnte man die gut beleuchtete Skyline bewundern und ein paar nette Fotos machen.

Zurück im Hotel wird dann der 2. Waschgang fällig, weil die Klamotten schon wieder durch sind. Anschließend noch mal eben den Laptop einschalten und Fotos sichten...aber was ist das? Pling, pling, pling...Windows meldet mehrere gefundene WLAN-Verbindungen - das musste natürlich erforscht werden ;-) Glücklicherweise kann nicht jeder der ein WLAN-Gerät aufbaut auch richtig damit umgehen und so hat es nur wenige Minuten gebraucht, bis wir einen kostenlosen Zugang zum Internet hatten. Er was nicht sehr schnell - aber es hat immerhin gereicht, um mit Skype ein VoIP Telefonat nach Hause zu führen. Um 3 Uhr Morgens lokaler Zeit ging der Tag dann langsam zu Ende.
[Carsten]

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