Der Zieleinlauf
Endlich was zu trinken
Meine Fans
Gegen den Berg
09.05.2006 von Doreen

10 Kilometer-Läufe sind ja immer wieder eine nette kleine sportliche Herausforderung und als mein Chef daher erwähnte, dass er zu den Organisatoren eines Lauf-Events am 7. Mai hier in Nelson gehöre, besorgte ich mir auch gleich ein Anmeldeformular dafür. Die meisten der 200 Teilnehmer nahmen am Halbmarathon teil und schätzungsweise nur 50 an den 10km. Davon waren wiederum die meisten Geher und nur 21 Läufer.

Bei der Strecke handelte es sich um eine Retoure Strecke, d.h. 5km in eine Richtung zum Wendepunkt und wieder zurück. Das Feld startete um 9.30 Uhr im schönen Sharland Creek Valley ganz in der Nähe von Nelson umgeben von Bergen. Und somit ging es auch nach den ersten 500 Metern bergauf - und das ganze 4.5 km. Mir haben vorher schon einige Leute erzählt, dass es sich um eine ziemlich anstrengende Strecke handle und um so näher der Lauf kam, um so mehr Angst hatte ich davor.

Auf Grund der geringen Teilnehmerzahl war man auch sehr bald allein auf dem Aufstieg. Der Weg war steinig, die Sonne brannte, die Schritte wurden schwerer und nach jeder Kurve ging es noch weiter bergauf. Aber mein Motto war: bloß nicht anhalten, schön weiterlaufen. Bereits ziemlich erschöpft erlangte ich den Wendepunkt, wo auch es auch einen Getränkestand gab. Ich nahm mir einen Becher Wasser mit. Aber da es ja nun bergab etwas schneller ging und man wegen der vielen Steine aufpassen musste, wo man hintrat, und ich auf keinen Fall stehenbleiben wollte, kippte ich mir den Becher einfach ins Gesicht und rannte weiter.

Auf dem Rückweg hatte ich jetzt einen schönen Blick über die Berge hin zum Meer, das war schon sehr schick. Als ich die letzten Meter des Abstiegs erreichte, kamen gerade Edi, Carsten, Jenny und Susi aufs Gelände gefahren und feuerten mich an. Das war noch mal ein schöner Ansporn zum Ende. Auch wenn es auf den letzten Metern dann nochmal schwer wurde: vor mir unser Auto und die Kameras von Edi und Carsten auf mich gerichtet, hinter mir irgendein Fahrzeug, was versuchte zu überholen. Naja, ich überquerte dann bei einer Zeit von 59 Minuten und 43 Sekunden die Ziellinie. Anschließend sahen wir noch einige Zieleinläufe an, ich ließ mir meine Waden massieren und wir warteten auf die spannende Preisauslosung. Leider nichts für mich dabei, aber ich hab den Berg geschafft!

«zurück zur Übersicht