Im Fox River Cave
Fox River Cave Ausgang
Osterhuhn
Rauhe Kuestenlandschaft
Osterausflug Teil 2
22.04.2006 von Doreen

Am Ostersonntag war der Himmel mit dicken grauen Wolken verhangen und hin und wieder regnete es ein wenig. Carsten schlug daher vor, dass wir doch eine Höhle ganz in der Nähe besuchen könnten, welche ihm von einem Bekannten empfohlen wurde. Da man laut Reiseführer unbedingt gute Taschenlampen zur Höhlenwanderung mitnehmen sollte, die wir leider nicht dabei hatten, machten wir vorerst einen kleinen Zwangsausflug nach Greymouth, um uns beleuchtungstechnisch auszustatten. Das war gar nicht so einfach, denn aufgrund des Feiertags waren alle Geschäfte geschlossen. Aber letztendlich kauften wir zwei Taschenlampen an zwei Tankstellen.

Das Tankstellen-Dilemma
An dieser Stelle noch ein kurzer Rückblick. Auf der Hinfahrt nach Punakaiki stand plötzlich so mitten auf der Strecke ein Schild an der Straße, dass es die nächsten 87 Kilometer kein Benzin gäbe. Allerdings gab es auch kurz vorher keine Tankstelle. Also irgendwie war dieses Schild etwas sinnlos mitten in der schönen grünen Natur. Da wir mit vollem Tank aus Nelson losgefahren sind, hatten wir keine Probleme. Aber gut zu wissen, das es solche Schock-Schilder gibt. Da sollte man lieber mal früher nachtanken. Wir fuhren also an diesem Ostersonntag erstmal tanken. Und an der ersten Tankstelle, die wir fanden, gab es nur eine Taschenlampe. Carsten meinte (im Nachhinein muss man sagen wohlweislich), dass eine Taschenlampe zu wenig wäre und wir mindestens zwei mitnehmen sollten. Also fuhren wir weiter nach Greymouth und kauften dort an einer anderen Tankstelle eine weitere Taschenlampe. Gut ausgerüstet fuhren wir zurück, an Punakaiki vorbei ein Stückchen Richtung Norden zum Parkplatz, an dem die Wanderroute zu den Fox River Caves begann.

Fox River Caves
Der Weg führte am Fox River entlang. Anfangs war die Strecke recht eben. Später gab es einige starke Anstiege und das Wandern wurde zum Klettern. Das erinnerte uns an unsere Pirongia Wanderung vor ein paar Monaten. Nach etwa 1.5 Stunden standen wir vorm Höhleneingang. Ein kleiner Pfad führte in die Grotte und dort ging dann das Klettern weiter, diesmal im Stockdunkeln im Schein der Taschenlampen. Man kann etwa 200 Meter in die Höhle hineingehen. Wir fanden es unglaublich, dass man in so eine Tropfsteinhöhle einfach so ohne Führung hineingehen kann. Das hat dann so ein bißchen was von Indiana Jones, man erkundet eine Höhle und irgendwo gibt es bestimmt einen Schatz.. Naja, den haben wir nicht gefunden. Es war trotzdem sehr sehr spannend. Und es war auch einiges los in der Höhle – uns kamen mindestens drei kleine Touristengruppen entgegen. Man tappt im Dunkeln und plötzlich hört man Stimmen und dann steht man vor einer Gruppe lächelnder Japaner. Irgendwo am Ende wurde der „Tunnel“ immer enger und niedriger und man konnte nur noch durch ein kleines Loch in die Nebenhöhle schauen. An dieser Stelle entdeckten wir auch wieder irgendwelche spinnenartigen Insekten an der Decke. Es ist ja kaum vorstellbar, wie das Wissen, dass diese Tierchen dort rumkriechen, plötzlich ein Unwohlsein hervorruft und die Aufmerksamkeit steigert. Auf dem Rückweg sahen wir jetzt jedenfalls noch mehr dieser Krabbeltiere, die uns auf dem Hinweg gar nicht aufgefallen sind. - Draußen im Grünen wieder angekommen, gab es ein kräftiges Picknick bevor wir den Rückweg antraten.

Truman Walk
Ostern ging wie die meisten arbeitsfreien Tage sehr schnell vorbei. Leider regnete es auch an unserem Abreisetag. Trotz allem hielten wir etwa 10 Minuten nördlich von Punakaiki nochmal, um eine kurze Küstenwanderung von etwa 15 Minuten zu machen, den Truman Walk. Der Weg führte (mal wieder) durch wunderschönen grünen Regenwald und endet direkt am Strand. Dort lagen riesige Felsen im Wasser und die Wellen klatschten mit aller Gewalt dagegen. Wahrscheinlich war das graue miese Wetter in diesem Falle das beste für dieses Naturschauspiel. Das Meer sah einfach genial und mächtig aus. Auf dem Rückweg wurden wir dann noch von einem richtigen Regenschauer überrascht und wir waren klitschnass als wir am Auto ankamen.

Lake Rotoroa
Auf der Heimfahrt machten wir noch einen Abstecher zu einem der Nelson Lakes, den Lake Rotoroa (nicht zu verwechseln mit Rotorua auf der Nordinsel). Der große See lag völlig friedlich zwischen den Bergen und schwarze Schwäne schwammen dicht am Ufer. Eigentlich hofften wir auf eine heiße Tasse Tee, aber die gab es dort leider nicht. Also fuhren wir nach Haus und holten uns auf dem Heimweg lecker Pizza.

PS: Den Osterhasen haben wir nicht gesehen, aber das „Osterhuhn“. Diese Mischung aus Huhn und Kiwi (siehe Foto) kreuzte mehrmals unseren Weg.

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