The Crowd
Ed, Doreen & Carsten @ BDO
Franz Ferdinand
The White Stripes
Big Day Out
26.03.2006 von Carsten

Ein Wochenende nach dem Orewa Familenausflug fand am 20.Januar in Auckland der "Big Day Out" statt, ein Eintagesmusikfestival.

Wir hatten am vorherigen Wochenende von Wally's Schwester Viv und ihrem Mann Andy das Angebot bekommen, bei ihnen übernachten zu dürfen. Das nahmen wir an und reisten bereits am Vorabend an. Die Familie wohnt mit ihren drei Söhnen in einem schicken Haus in Auckland. Von dort begaben wir uns am nächsten Morgen zum Festival. Es war nicht einfach in der Nähe des Ericsson-Stadions Parkplätze zu finden und einige Firmen in den umliegenen Business-Parks vermieteten ihre Kundenparkplätze für den Tag. Auch wir haben so einen Parkplatz in Anspruch genommen - immerhin waren 20 Dollar Parkgebühr günstiger als Tickets für den Sonderbus ins Zentrum mit 5 Dollar pro Person für die einfache Fahrt.
[Doreen]

Das Wetter in Auckland ist ziemlich wechselhaft aber an diesem Wochenende brannte die Sonne ohne Ende. Wir hatten uns alle mit 30er Sonnencreme eingeschmiert und das war auch gut so, da wir fast den ganzen Tag in der Sonne gesessen haben. Das Lineup bestand aus einigen internationalen Top Acts und diversen lokalen Bands:

The White Stripes - Iggy & The Stooges - Franz Ferdinand - Kings of Leon - Henry Rollins usw.

Irgendwann dürstete es Ed & Doreen nach Alkohol. Ganz so einfach ist das hier in Neuseeland damit aber nicht diesen zu bekommen. Es gab dort einen abgegrenzten Bereich, wo sich die Bars befanden, die Alkohol verkaufen durften. Um in diesen Bereich zu kommen mussten erstmal alle Leute die da rein wollten Ihren Ausweis an einem Tresen vorlegen, um anschließend ein "Ich darf saufen"-Armband zu bekommen. Mit diesem durfte man dann in die Alkoholzone - und NICHT mehr raus, zumindest nicht mit seinem Alkohol. Jeglicher Alk musste in diesem Bereich verzehrt werden. So gab es also ein eingezäuntes Stück Rasen und ein Teil Tribüne, der ausschließlich für die "Säufer" reserviert war...irgendwie wie ein bisschen Zoo ;-)

Einen Vorteil hatte es dann vielleicht scho, man musste nicht zwischen den ganzen kreischenden Teens stehen ;-) Auf jeden Fall haben wir es uns eine Weile auf der sonnigen Tribüne gemütlich gemacht und uns das Vorprogramm angeschaut. Gegen Abend, als die Top Acts dann langsam anfingen, begaben wir uns wieder in die tobende Menge.

Zuerst schauten wir uns Henry Rollins an. Aber anders als die meisten vermutlich jetzt denken, gab es dort keine Musik zu hören sondern Stand-up Comedy - und das nicht schlecht! Ed kannte schon eine Comedy CD von ihm und ich muss sagen, wir wurden nicht enttäuscht!
Anschließend ging es zu Franz Ferdinand die eine gute Show ablieferten. Danach ging es eigentlich immer zwischen den beiden nebeneinanderliegenden Hauptbühnen hin und her. War die eine Band fertig, strömte die ganze Masse nach links oder rechts.

Kings of Leon waren auch ganz ok und dann kam Iggy, auferstanden von den Toten - seit 30 Jahren mumifiziert und immer gleich aussehend. Henry Rollins hatte bereits ein paar Anekdoten von Iggy's legendären Auftritten erzählt die er miterlebt hatte. Darunter z.B. wie Iggy eines Tages auf einem Festival in Island vor The Cure aufgetreten ist und die "liebevoll gestaltete Bühnendekoration" von the Cure in Schutt und Asche gelegt hat und anschließend blutend und lachend von der Bühne getanzt ist ;-) Wir freuten uns also schon auf die Iggy-Show. Wie alt er auch immer sein mag, er hüpft immer noch ordentlich über die Bühne und bahnt sich seinen Weg mitten durchs Publikum. Auch wenn die Show nicht so wild war wie zu manchen Zeiten, war sie sehr gut. Am Ende holte er auch wieder einige jüngere Zuschauer auf die Bühne, um mit denen zu "performen" - das scheint er ebenfalls gerne zu machen, oftmals wohl zum Unbehagen der Security Leute...

Der Main Act waren die Geschwister von The White Stripes. Die Bühnendeko sah ganz stylish aus und die Musik war auch ganz gut. Allerdings hatten sie in unseren Augen etwas zu viele ruhige Stücke von Ihrem neuen Album gespielt - zumindest für ein Festival. Nach den White Stripes war der Spuk dann vorbei und wir hatten einen sehr schönen Tag hinter uns.

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