Tents with a view
Around Papakorito Falls
Aniwaniwa Stream
Waikaremoana MotorCamp
Silvesternachtrag
14.03.2006 von Doreen

Waikaremoana

Lang haben wir nichts von uns hören lassen und es ist jede Menge passiert. Ich beginne jetzt mal mit der Aufarbeitung der Ereignisse und blende nochmal zurück ins vergangene Jahr.

Da wir uns in einem Naturland aufhalten, beschlossen wir, auch den Jahreswechsel in der Natur jenseits der Zivilisation zu verbringen und fuhren an den Lake Waikaremoana im Te Urewera National Park im Westen der Nordinsel. Der kürzeste Weg (von Hamilton aus) führt über den State Highway 38, welcher auf den letzten 160km aus Schotterstraße besteht. Daher haben wir für den Hinweg einen Umweg über geteerte Straßen gewählt, welcher uns allerdings zeitlich nicht schneller als Ziel gebracht hat, da er zum einen doppelt so lang war und zum anderen sehr kurvenlastig.

Dort angekommen haben wir auf einem kleinen Campingplatz unsere Zelte aufgeschlagen. Das ist für Europäer ja zu Silvester nicht unbedingt selbstverständlich. Hauptattraktion des Urewera National Park ist wohl der große See - Lake Waikaremoana umgeben von Bergen, Felsen, Wäldern, weiteren kleineren Seen, Flüssen und Wasserfällen und ausgestattet mit jeder Menge Wanderwege. Unter anderem führt einer der Great Walks an diesem See entlang. Wir haben allerdings bei einer Tageswanderung nur eine Teilstrecke bewandert, den angeblich schwierigsten Teil der Route. Zumindest auf dem Hinweg ging es zwei Stunden lang nur bergauf. Dafür wurden wir mit tollen Ausblicken über die Seenlandschaft belohnt.

In der Nähe des Sees gibt es aber auch jede Menge Gelegenheiten für Kurzwanderungen. So haben wir beispielsweise ein paar Spaziergänge (nenn ich es mal) zu diversen Wasserfällen unternommen. Eine weitere kurze aber sehr interessante Wanderung war der Onepoto Caves Track (Cave bedeutet Höhle). Ein schmaler Weg schlängelte sich durch dichte Vegetation und riesige Felsen. Dabei konnte man durch Felspalten klettern oder auch in Höhlen hinabsteigen und dann dort im kühlen dunklen durch den Matsch waten ohne die Hand vor den Augen sehen zu können. Das war schon abenteuerlich.

Auf Grund der Vielfältigkeit an Gewässern haben Ed und Carsten auch ab und an ihre Angeln ausprobiert. Der erfolgreiche Fischfang blieb jedoch aus und zum Abendessen gab es weiterhin Bratwurst und Rindersteak vom Grill. Aber ich denke, die beiden haben trotzdem ihren Spaß gehabt. Ich habe derweil Harry Potter gelesen oder auch ein paar weitere Wanderungen unternommen, z.B. auf einen felsigen Aussichtspunkt oder ein anderer Weg führte mich (unwissender Weise, da ich vom Weg abkam) in ein ausgetrocknetes Flusstal, welches mir schon etwas unheimlich vorkam.

Zum Silvesterabend selbst haben wir auf dem Zeltplatz verbracht. Nach dem Abendessen bei einem Glas Wein spielten wir das russische Kartenspiel "Durak", was soviel wie Dummkopf bedeutet und welches wir von Edis Eltern und seinem Onkel im Oktober gelernt haben. Um Mitternacht wurde mit Sekt aus Platikbechern angestoßen und ganz gegen jede Erwartungen gab es sogar ein kleines Feuerwerk von ein paar anderen Silvesterzelten.

Wie ihr seht sind wir ganz entspannt ins neue Jahr gestartet und über alles weitere berichten wir demnächst.

«zurück zur Übersicht